nach Kriegsende nahm Gillessen seine Arbeit wieder auf
1945 / 1946
Schon bald nach Kriegsende nahm der begeisterte Künstler seine Arbeit wieder auf. Damals bewohnte er zusammen mit seiner Familie, zwei Kinder, im Haus in Brüggen.
1948
Zwei Jahre später gelang ihm sein Neuanfang und erneuter Durchbruch, mit einer Ausstellung im städtischen Museum
Mönchengladbach und in der Galerie Van Gogh in Düsseldorf.
1949
Gillessen engagierte sich tatkräftig bei der Kunst- und Künstlerförderung und arbeitete mit an der Kulturpolitik im Kreis Kempen/Krefeld, in Mönchengladbach und später auch in Neuß. Gleichzeitig zu seinem politischem Engagement war Gillessen Initiator und Gründungsmitglied des Kunstvereins "Die Planke". Als solcher beteiligte er sich natürlich auch an deren Ausstellungen. Seine künstlerische Laufbahn wurde immer wieder von Ausstellungen begleitet und unterstützt.
1951
Auch wegen der zunehmenden Schwierigkeiten, bei öffentlichen Ausstellungen Kunst zu zeigen, die sich an der Natur und am Gegenstand orientiert, trat Gillessen in den gymnasialen Schuldienst ein. Dort arbeitete er als Kunsterzieher. Volkshochschulreise nach Spanien: einige Ölgemälde.
1958
Während dieser Arbeit am Neußer Gymnasium studierte er gleichzeitig ein zweites Mal. Sein zweites Studium schloss er 1958 mit dem Staatsexamen für das Lehramt am Gymnasium in den Fächern Kunsterziehung und Werken ab; Staatsexamensarbeit über Rembrandt. Später arbeitete er außerdem zusätzlich am staatlichen Prüfungsamt, wo - ebenfalls als Prüfer - auch Künstler wie z. B. Joseph Beuys arbeiteten. Gleichzeitig war Gillessen auch 1. Vorsitzender des "Bundes deutscher Kunsterzieher" in Nordrhein-Westfalen; hier gelang es ihm das „Musische Gymnasium“mit Kunst oder Musik als Hauptfach einzuführen. Einige Ölgemälde und mehrere Aquarelle entstanden in den Urlauben in Südeuropa.
1974
Nach 23 Jahren Schuldienst ging Gillesen als Studiendirektor in Neuss in Pension. In Nonnenbach (bei Blankenheim) baute er ein Haus mit Atelier und zog wenig später dorthin um. Unter anderem entstanden dort viele typische Landschaftsbilder aus der Eifel. Durch seine Pensionierung hatte Gillessen mehr Zeit für seine künstlerische Tätigkeit und hatte so die Möglichkeit, regelmäßig - auch längere - Reisen zu unternehmen. Ein beliebtes Reiseziel
von ihm war Italien, wo er auch sehr viele Landschaftsbilder malte. Er hatte einige Malschüler, hielt Malkurse ab und malte Aquarelle und Ölgemälde.
1997
Im Alter von gut 87 Jahren verunglückte Johann Heinrich Gillessen tödlich am 11.10.1997 bei Ausbesserungsarbeiten auf seinem Garagendach. Seither liegt er auf dem Gemeindefriedhof von Blankenheim begraben.
Die Nachkommen von Johann Heinrich Gillessen und seiner Frau leben weiter in Deutschland. Gillessen hat vier Kinder, zwei wurden vor dem Krieg 1936 und 1939 geboren, zwei nach dem Krieg im Jahre 1949 und 1950. Heute gibt es neun Enkelkinder.
Diese Publikation wurde mit allerfreundlichster Unterstützung der Familie Gillessen erstellt. Die gesamte Publikation unterliegt dem Urheberrecht