Der Maler Johann Heinrich Gillessen
Sein Lebensbild zum 80. Geburtstag
Er wohnte zuletzt in einem waldreichen Nebental der Ahr, im idyllisch gelegenen Eifeldörfchen Nonnenbach bei Blankenheim. Dorthin hat er sich, wie ich aus den mit ihm geführten Gesprächen heraushörte, nach einem verantwortungsbewussten, unkonventionellen, intensiven — und erfolgreichen! — Wirken in der Kommunal-, Kultur- und Schulpolitik sowie als Künstler, seit 1974 im Ruhestand lebend, zurückgezogen. Der Zufall ließ mich ihn aufspüren. Anlässlich eines Besuches der Ausstellung „Die Manderscheider“ im Kreis- Museum entdeckte ich in Blankenheim seine Eifelbilder. Sie schienen wert, einmal den Maler persönlich kennenzulernen. Die bald folgenden Besuche in seinem Atelier wurden wegen der thematischen Vielfalt und der atmosphärischen Dichte der dort aufgehobenen und immer noch entstehenden Arbeiten, künstlerische Erlebnisse und eine Bereicherung. Um das nach dem Kriege entstandene Werk — fast die gesamten Vorkriegsarbeiten, soweit sie nicht im privaten und öffentlichen Besitz waren, sind durch Plünderung 1945 verlorengegangen — noch einmal vorzustellen, bedarf es einer öffentlichen Ausstellung. Aus Anlass des Geburtstages im November soll diese folgen.