Johann Heinrich Gillessen in jungen Jahren
1910
Am 26. November 1910 wurde Johann Heinrich Gillessen in
Mönchengladbach als ältestes Kind des Malermeisters Heinrich Gillessen
und seiner Ehefrau Christine, geborene Wüllenweber, geboren.
Nach der Volksschule besuchte er das humanistische Gymnasium und bestand sein Abitur mit der Note "gut".
1932
Ab 1932 studierte Gillessen an der staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf bei den Professoren Clarenbach, Coester und Herberholz. Er war dort - nach seiner freien Wahl - Meisterschüler von Professor Max Clarenbach (Düsseldorfer Malschule, bekannt für seine impressionistischen Winterlandschaften) An der Kunstakademie begegnete er den in seiner Zeit berühmten und gefeierten Künstlern der Weimarer Republik, wie z. B. Klee, Campendonck und Moll.
1935
Nach Beendigung seines Studiums an der Kunstakademie ließ sich Gillessen - frisch verheiratet - im Herbst 1935 als freischaffender Künstler im Dilborner Wald, bei Brüggen am Niederrhein, nieder. Gut zwei Jahre nach seinem Studium gelang Gillessen im Winter des Jahres 1937/38 der - wie man sagt - "künstlerische Durchbruch". Damals beteiligte er sich an einer Ausstellung des Kölner Kunstvereins.
1938
Drei Jahre darauf hatte Gillessen eine Einzelausstellung im Mönchengladbacher Haus der Kunst und wiederum ein Jahr später eine Einzelausstellung im Suermondt-Museum in Aachen. Der junge Künstler arbeitete damals recht erfolgreich und beteiligte sich auch an größeren Ausstellungen z. B. in der Kunsthalle Düsseldorf, im Kaiser Wilhelm Museum Krefeld, in weiteren Städten und auch in der Hauptstadt Berlin.
1939 - 1945
Im Zweiten Weltkrieg diente Gillessen als Frontsoldat. Im Frühjahr 1942 wurde er mit seiner Truppe in Russland eingesetzt. Während der Kriegszeit hatte er keine Möglichkeit, seiner künstlerischen Arbeit nachzugehen. Eine Ausnahme bilden einige wenige Monate an der holländischen Küste. Dort gewann er auch den 1. und 2. Preis im Wettbewerb "Soldat in Holland". Während des Krieges wurden viele seiner Werke geplündert. Es blieben lediglich einigeWerke erhalten, die sich im öffentlichen Besitz (z. B. im Magazin der Kunsthalle Düsseldorf) oder in privaten Händen befanden.