Der Maler Johann Heinrich Gillessen
Er wünschte sich jedes Jahr zu Weihnachten
Johann Heinrich Gillessen hat von Kindesbeinen an gemalt. Er wünschte sich jedes Jahr zu Weihnachten einen Wasserfarbenkasten, der spätestens bis zu Ostern schon verbraucht war. In seiner Jugendzeit in Mönchengladbach wurde der Jüngling stark von den Werken der Kaesbach-Stiftung angeregt, einer damals einzigartigen Sammlung deutscher Expressionisten.
Er ahmte diese jedoch nicht nach, sondern sah ein exaktes Naturstudium für die eigene Entwicklung als das Vordringlichere an.
So erklärt sich auch die Wahl von Professor Max Clarenbach an der Kunstakademie Düsseldorf zu seinem Lehrer. Obwohl Gillessen sich immer, erst recht als Kunsterzieher, mit der modernen, zeitgenössischen Kunst auseinandergesetzt hat und sie von Ausstellungen, Museumsbesuchen und Gesprächen mit Künstlern (Jos. Beuys und anderen) her sehr gut kannte, blieb er doch seiner realistisch-impressionistischen Schaffens- weise bis heute treu, weil er die Verständlichkeit seiner Werke für die einfachen, unverbildeten Menschen nicht missen will.
Die Vielfalt der Motive des Malers umfasst das Tierbild, Porträt, Gruppenbild und Stillleben, vor allem jedoch dominiert die Landschaft. Dementsprechend sind auch die vielfältigen Maltechniken: Altmeisterliche Schichtenmalerei (Vorkriegskompositionen) Öl auf Tempera, impressionistische all-Primamalerei, Aquarell- und Radiertechniken.
Leicht kann man sich daher vorstellen, dass ein so vielseitiger Künstler oft in der Welt herumgereist ist und als Beute manch malerisches und abwechslungsreiches Gemälde mit nach Hause in die Eifel gebracht hat. Umgekehrt fanden auch seine mit viel Können und Liebe zu unserer Landschaft gemalten Eifelbilder den weiten Weg ins Ausland, bis hin in die USA.
